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Heuwehr Stützpunkt - Regiowehr Suhrental

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Heuwehr Stützpunkt

Ueber uns
Die Regiowehr Suhrental ist einer von vier Heuwehrstützpunkten im Kanton Aargau
und ist für die Stützpunktkreise Aarau und Zofingen zuständig.

Der Verwaltungsrat der Aargauischen Gebäudeversicherungsanstalt hat in seiner Sitzung vom
14. Dezember 1989 beschlossen, vier Heuwehrgeräte anzuschaffen. Diese Geräte wurden in der Folge beschafft
und stehen den Feuerwehren zur Verfügung.

Die Heuwehrgeräte können vom Feuerwehrkommandanten oder dessen beauftragten Offizier bei den vier
Standortgemeinden wie folgt angefordert werden:

Bei der Alarmstelle ist ausdrücklich das Aufgebot des Heuwehrgerätes zu verlangen. Von der Standortfeuerwehr
wird ein ausgebildeter Mann ausrücken und das Gerät bedienen. Diese Einsatzkosten werden von
uns übernommen. Dagegen ist die Mannschaft für die Mithilfe und für das Erstellen der Sicherheitsleitungen
von der Gemeinde zu stellen und zu besolden.



Die Heuwehr ist eine spezielle Abteilung der Feuerwehr. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Heustock zu Überhitzen beginnt. Die Überhitzung könnte bis zu einem Brand führen.
Die Landwirte müssen nach Einbringen des Futters die Temperatur des Heustockes messen. Dies erfolgt mittels Mess-Sonden. Diese zeigen dem Landwirt die Temperatur im Innern des Heustockes an.
Bei Temperaturen ab 50° muss die Feuerwehr informiert werden. Es besteht eine Gefahr der Überhitzung und es sind deshalb geeignete Massnahmen zu treffen.
Die Feuerwehr-Spezialtruppe Heuwehr setzt ein Gerät zur Entlüftung des überhitzten Futterstockes ein. Sonden (pro Gerät bis sechs Sonden) werden an den wärmsten Stellen des Stockes eingesteckt und durch diese die heissen Gärgase - mittels eines Ventilators - abgesaugt. Über einem grossen Schlauch werden diese Gase ins Freie geführt. Wenn die Temperatur auf 40 bis 50° C gesunken ist, kann mit der gleichen Einrichtung die Belüftung vorgenommen werden. Und zwar solange, bis kein Temperaturanstieg über 50 °C mehr auftritt. Für den Heuwehr-Geräteeinsatz benötigt man mindestens fünf Personen. Bei Temperaturen ab circa 70°C muss der Brandschutz vor Beginn der Entlüftung sichergestellt sein.

Ab 50°C muss der Heustock halbtäglich gemessen werden.
Die Feuerwehr muss informiert werden.
Sie beginnt, einen Heuwehreinsatz vorzubereiten.
Sie erstellen zwei Kühlleitungen, eine auf dem Heustock und eine vor die Scheune.
Ab 70°C erscheint die Spezialgruppe Heuwehr der Feuerwehr mit ihrem Material.
Zuerst werden die Feuerwehrleute auf dem Heustock mit Seilen gesichert.
Danach legen sie Bretter auf den Stock, um ein Einsinken und Verdichten des Stockes zu verhindern.
Jetzt werden die 6 Rohrsonden (Entlüftungsrohre) eingesteckt.
Diese werden mit dem Ventilator mittels Schläuche verbunden.
Vom Ventilator aus werden die heissen Gase mittels einem dicken Schlauch aus der Scheune ins Freie geblasen.
Wichtig ist dabei, dass bis zum Starten des Ventilators kein Sauerstoff nachziehen kann.
Dies wird mittels Schieber an den Sonden verhindert.
Diese Schieber dürfen erst bei laufendem Ventilators geöffnet werden.
Es wird so lange abgesogen, bis die Stocktemperatur auf unter 50°C gesunken ist.
Es können auch mehrere Geräte eingesetzt werden.
Der Einsatz kann sich über mehrere Stunden, ja sogar mehrere Tage hinweg ziehen.
Wird ein Temperaturabsinken nicht erreicht, muss der Futterstock zerlegt, und ins Freie geführt werden.
Auf dem freien Feld wird das Futter mit Wasser gekühlt und somit ein Brand verhindert.
Bei dieser Variante ist das Futter allerdings verloren.
Deshalb lohnt es sich, frühzeitig mit der Absaugaktion zu beginnen.

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