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Was tun bei Blaulicht und Horn?

Info

Viele Verkehrsteilnehmer verhalten sich falsch, wenn im Rückspiegel plötzlich Blaulichter auftauchen und das Martinhorn tröhnt.

Die häufigste Fehlerreaktion: das unvermittelte Abbremsen mitten auf der Fahrbahn.

Damit riskieren Sie nicht nur einen Auffahrunfall mit anderen Fahrzeugen, sondern erreichen auch das Gegenteil vom Gewünschten: Sie behindern das Einsatzfahrzeug.

Ebenso falsch ist: Unüberlegt rechts ranfahren, womöglich in einer Seitenstrasse.

Denn woher wissen Sie, ob das Einsatzfahrzeug nicht genau hier abbiegen muss?

Blaulicht
Besser folgen Sie folgenden Grundsätzen:

Was tun bei Blaulicht und Horn?
- Stellen Sie fest, woher das Sondersignal kommt
- Versuchen Sie vorauszusehen, wohin das Einsatzfahrzeug fährt ...(Blinker)
- Fahren Sie am besten rechts an den Fahrbahnrand und signalisieren Sie das mit gesetztem Blinker
- Überlegen Sie dabei, ob ein "schwereres" Feuerwehrfahrzeug die Strasse noch passieren kann (Gegenverkehr beachten!).

Auf zweispurigen Fahrbahnen in der Mitte, bei Autobahnen mit mehr Fahrspuren zwischen dem Überholstreifen (ganz links) und der daneben liegenden Fahrbahn.

Warum auch in der Nacht mit Sondersignal?
"Nachts will ich meine Ruhe - da können die ihr Martinhorn doch ruhig abstellen!" Fühlen Sie sich auch gestört, wenn Sie nachts durch Sondersignal geweckt werden? Wir können dies zwar verstehen. Doch leider dürfen die Fahrer darauf keine Rücksicht nehmen, wenn es darum geht, schnell Menschen, Tiere oder hohe Sachwerte zu schützen und zu retten.

Blaulicht und Horn sind keine freiwillige Sache:
Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Sonder- bzw. Wegerechte in Anspruch genommen werden. Hier müssen Blaulichter und Tonsignal vom Anfang bis zum Fahrtende eingeschaltet sein. Denn das Blaulicht allein ist nur eine Warneinrichtung und erlaubt im eingeschalteten Zustand nur die Übertretung der StVO, von der wir während der Einsatzfahrt so ganz "befreit" sind, sofern keine Personen gefährdet werden.
Die frühzeitige Ankündigung des Fahrzeugs soll jedem die Möglichkeit geben, rechtzeitig zu reagieren - und so gefährliche Fahrmanöver oder gar Unfälle zu vermeiden. Das gilt im Berufsverkehr ebenso wie nachts, wenn scheinbar keiner unterwegs ist.
Denn rechnen Sie in solchen Augenblicken mit einem tonnenschweren Einsatzfahrzeug, das mit erhöhter Geschwindigkeit zu einem Unfall oder Brand unterwegs ist?

Vielleicht haben Sie auch etwas Verständnis, wenn Sie darüber nachdenken:
Sie können sich bequem im Bett wieder umdrehen und weiterschlafen. Die Feuerwehrleute, die bis vor wenigen Minuten auch noch in den Betten lagen, haben dazu vielleicht in den nächsten Stunden keine Gelegenheit mehr und müssen am nächsten Morgen genauso wieder zur Arbeit wie Sie. Und: Wenn Sie einmal unsere professionelle Hilfe brauchen, sind Sie sicherlich für einen schnellen Einsatz dankbar. Und dann wäre es Ihnen auch ziemlich egal, ob jemand anderes vielleicht durch die anrückende Feuerwehr geweckt wird... 
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