Donnerstag, 27.03.2008
Holziken Regiowehr Suhrental probte an gestelltem Strassenunfall
«Verkehrsunfall» auf der Hauptstrasse in Holziken: zwei Autos sind ineinander verkeilt, ein Fahrrad liegt mitten auf der Strasse. Dies war das Szenario, das sich der Regiowehr Suhrental auf der Hauptstrasse in Holziken, im Bereich einer stark befahrenen Kreuzung, bot.
Im einen Auto befanden sich der Fahrer und auf dem Rücksitz ein Junge. Beide waren ansprechbar. Während der Fahrer über leichte Halswirbelsäulenschmerzen klagte und eine Risswunde an der Stirne aufwies, klagte der Junge auf dem Rücksitz über leichte Knieschmerzen, offensichtlich war auch eine Rissquetschwunde am Kinn. Der Fahrer des anderen Autos war ebenfalls ansprechbar und klagte über starke Halswirbelsäulen- und Beckenschmerzen. Er wies Schürfungen im Gesicht auf und hatte eine offene Unterschenkelfraktur, die auch Missempfindungen in den Beinen nach sich zog.
Vom Velofahrer fehlte vorerst jede Spur. Er wurde später vor einem Nachbarhaus entdeckt, bleich, mit Schürfungen an den Armen und im Gesicht. Er konnte sich nicht an das Ereignis erinnern. Im Bereich der verunfallten Fahrzeuge mussten die nach und nach eintreffenden Feuerwehrleute Rauchentwicklung feststellen, sodass das Sichern der Unfallstelle sowie Löschbereitschaft erstellen allererste Priorität hatten, und die Verkehrsgruppe trat in Aktion. Dem ausgelaufenen Motorenöl wurde ein besonderes Augenmerk zuteil.
Die Sanitäterinnen des Samaritervereins Schöftland waren in all diesen Fällen gefragt und stark gefordert. Zu ihrer Unterstützung wurde der Rettungsdienst aus Zofingen alarmiert und die Stützpunktfeuerwehr Zofingen unterstützte die Regiowehr Suhrental. Den unter erschwerten Bedingungen arbeitenden Sanitäterinnen und der Rettungscrew war genügend Scheinwerferlicht zur Verfügung zu stellen.
Es galt den schwerer verletzten Autofahrer mit einer wärmenden Folie und mit Sauerstoff zu versorgen, ihn vorsichtig aus dem demolierten Auto zu befreien und gemeinsam zum Verwundetennest zu bringen.
Dann bekam der Junge auf dem Rücksitz des anderen Autos eine Nackenstütze verpasst. Um diese beiden Verletzten zu bergen, mussten zuerst die beiden Autos «entkeilt» werden.
Der Kommandant der Regiowehr, Bruno Schürk, war mit den Leistungen seiner Männer zufrieden. Die in solchen Fällen automatisch alarmierten Institutionen wie Stützpunkt und Rettungsdienst waren innerhalb der erwarteten 20 Minuten zur Stelle und begannen sofort mit den bereits anwesenden Rettungskräften Hand in Hand zu arbeiten.
Info: AZ Digital